Privat- und Werksbahnen im Siegerland

(vergriffen)

Von Andreas Christopher, Gerhard Moll und Achim Schönberger

Siegerland – Eisenland! Hier stand einst die Wiege der Deutschen Eisenindustrie. Bereits 400-500 Jahre v. Chr. wurden die ersten Schürfstellen und frühzeitlichen Schmelzöfen erwähnt. Waldschmiede fertigten einfache Geräte und Werkzeuge. Aus diesen kleinen Anfängen entstanden im Lauf der Jahrhunderte immer größere Berg- und Hüttenwerke, die das Bild an Sieg, Lahn und Wied prägten.

Dieses Buch zeigt, welche Schienenwege abseits der großen Bahnstrecken in diesem Wirtschaftsraum dem Menschen gedient haben, welche vielfältigen Fahrzeuge auf ihnen fuhren und was aus ihnen wurde. Hervorzuheben sind die vier Privatbahnen: Die zum Teil straßenbahnmäßig durch Siegen führende Siegener Kreisbahn (SKB), die für den Güterverkehr bedeutsamen Eisern-Siegener Eisenbahn (ESE) und Freien Grunder Eisenbahn (FGE) sowie die durch eine reizvolle Landschaft führende Kleinbahn Weidenau-Deuz (KWD) mit ihrem beachtlichen Personen- und Güteraufkommen. Alle vier Betriebe wurden inzwischen zur Siegener Kreisbahn zusammengefasst und betreiben heute ausschließlich Güterverkehr. Kaum noch vorstellbar ist die einstige Vielfalt der zahlreichen Werksbahnen im Siegerland, die überwiegend dem Bergbau und Hüttenwesen dienten und größtenteils Geschichte sind.

So alt wie das Eisen ist auch das Transportproblem. Es ist heute kaum vorstellbar, unter welchen Strapazen Mensch und Tier früher das Erz, die Holzkohle und das Eisen befördert haben. Die ersten großen Eisenbahnen im vergangenen Jahrhundert brachten zwar große Erleichterungen, doch erst die vielen Neben-, Klein-, Gruben- und Werksbahnen sorgten für – einen gewaltigen Aufschwung in dieser Region.

1995, 112 S. DM 44,–, Verlag Kenning, Nordhorn, ISBN 3-927587-27-3